Bauen und Dämmen mit nachwachsenden Dämmstoffen aus Holz

Beim Bauen und speziell auch beim nachträglichen Dämmen von Gebäuden zeichnen sich nachwachsende Holz-Dämmstoffe aus.

Holz als natürlicher Dämmstoff-Lieferant bietet feste Dämmmaterialen mit bestimmten Eigenschaften, die immer mehr, weil ökologisch und leicht verarbeitbar, beim Dämmen eingesetzt werden. Darüber hinaus können die ökologischen Dämmstoffe mehr Feuchtigkeit als konventionelle Methoden aufnehmen, ohne dass sie ihre guten Wärmedämmeigenschaften verlieren.

Bauen Dämmen mit Holz
Bauen und Dämmen mit nachwachsenden Dämmstoffen aus Holz

Moderne Holzhäuser sind heutzutage durch ausgeklügelte Wand- und Deckensysteme bestens wärmegedämmt. Im Altbaubereich gewinnen Holzfaser-Dämmstoffe zunehmend an Bedeutung.

Die Vorteile von nachwachsenden Dämmstoffen

Insbesondere eignen sich Holzfaser-Dämmplatten für die folgenden Bereiche:

  •  Holzfaserdämmplatten geeignet für Dachdämmung und Außenwanddämmung im Außenbereich
  • Im Innenbereich als Fußbodendämmung
  • Dämmung von Decken und Innenwänden
  • Dämmung Hohlräume(Zwischensparren, Trennwände, Balkenlagen)
  • Holzfaserdämmplatten gut für Schalldämmung im Innen- wie auch Außenbereich
  • Trittschalldämmung von Wohnungstrenndecken bei erhöhten Anforderungen.

 

Natürliche Dämmstoffe sparen Energie und bieten echten Klimaschutz

Die Pariser UN-Klimakonferenz hat im Dezember 2015 eine Vereinbarung zum Kampf gegen den Klimawandel beschlossen. Damit verpflichten sich erstmals nahezu 200 Länder dieser Erde zum Klimaschutz. Der Weltklimavertrag steht.

Die Erderwärmung soll auf möglichst 1,5 Grad begrenzt und in der zweiten Jahrhunderthälfte eine „Treibhausgasneutralität“ erreicht werden. Das sind zwei zentrale Punkte in dem neuen, weltweiten Klimaschutzabkommen.

Dämmstoffe bekommen in Zeiten des Klimawandels und der Energieeinsparung bei Gebäuden eine wichtige Bedeutung. Dämmung spart Heizkosten und Dämmung dient dem Klimaschutz über die Energieeinsparung der Gebäudedämmung.

Aber auch hier ist es im Sinne des Klimaschutzes wichtig, auf das eingebaute Material zu achten, denn die Dämmstoffe schleppen sehr unterschiedliche CO2-Rücksäcke entlang ihrer gesamten Produktionskette mit. Wie bei allen Produkten spielen hier die Nachhaltigkeit der Rohstoffproduktion, die möglichst kurzen Transportwege in der Verarbeitungskette und die energiesparende Produktion eine wichtige Rolle.

Mehr als 90 % der bestehenden Gebäude in Deutschland sind dem Altbau zuzurechnen, die oftmals nicht über die gewünschte Dämmung verfügen um dauerhaft Energie einzusparen. Sollen diese Gebäude etwa kostengünstig gedämmt werden. Mitnichten!

Einer dieser kostengünstigen Dämmstoffe ist EPS geschäumtes Polystyrol („Styropor“). EPS hat aber nicht nur eine schlechte Ökobilanz, sondern emittiert bei Brand toxische Gase. Klimafreundlich Bauen heißt aber mehr als einen bestimmten U-Wert einzuhalten.

Natürliche Dämmstoffe: klimafreundlich und gesund

Dämmstoffe aus Holz / Zellulose sind optimal Klima- und umweltfreundlich, schützen die Gesundheit, denn sie emittieren weder in der Nutzungsphase noch im Brandfall toxische Gase.

Zum Thema Bauen mit Holz ist Klimaschutz wurden 5 Gebäude einer Ökobilanzierung unterzogen, die in vielen Bauteilen nachwachsende Rohstoffe einsetzen.

Holz schützt das Klima
Bauen mit Holz ist Klimaschutz

Die Ökobilanzierung in der Gebäudeverwertung

Eine Ökobilanz berechnet sowohl die Ressourceninanspruchnahme als auch die Umweltwirkungen durch Bau und Betrieb eines Gebäudes. Ein wesentlicher Teil der Ökobilanz besteht in der Bewertung des eingesetzten Materials im Hinblick auf seine Umwelteinflüsse. Auf Basis der Materialeigenschaften, der Lebensdauer, den Instandsetzungsintervallen und den Rückbauszenarien lassen sich vergleichbare Aussagen zu verschiedenen Materialien, Bauprodukten oder Gebäudekonzepten treffen.

Vergleichende Bauweisen rechtfertigen Ökobilanzierung

Zu jedem Gebäude wurde zusätzlich eine „Standardausführung“ mit konventionellen Bauprodukten, die weitgehend aus nicht nachwachsenden, das heißt aus mineralischen, metallischen und synthetischen Rohstoffen bestehen, modelliert. Diese ist in Raum, Fläche und Gestalt identisch mit dem realen Gebäude und erfüllt auch die gleichen energetischen Zielwerte. Die Bauteile wurden aus dem Elementkatalog der LEGEP-Datenbank entnommen und entsprechen im Aufbau und in der Materialwahl vielen bereits bilanzierten Gebäuden. Die Modellierung dieser „zweieiigen Zwillinge“ macht die Unterschiede verschiedener Konstruktionsweisen deutlich.

Im Hinblick auf die CO2-Vermeidungskosten wurden in der Studie auch die Baukosten untersucht. Bei vier der fünf untersuchten Gebäude waren die Kosten für die Holzbauweise niedriger als für die Standardbauweise. So wird klar, dass Bauen mit Holz die wohl effizienteste Methode ist, um CO2-Emissionen zu vermeiden.

Natürliche Dämmstoffe aus Holz
NAtürliche Dämmstoffe sparen Energie und bieten echten Klimaschutz

Die Untersuchung führte Holger König, Architekt und  Geschäftsführer der LEGEP Software GmbH durch. Mit der von ihm seit 2001 entwickelten integralen Bausoftware und Baudatenbank lassen sich komplexe Lebenszyklusbetrachtungen erstellen. Holger König befasst sich seit den 1980er Jahren mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und führte dazu Forschungsprojekte durch. Er ist in fachlichen und politischen Gremien aktiv, darunter seit 2004 im europäischen Normen-Ausschuss TC 350 „Nachhaltigkeit von Bauwerken“.

 

Holzfaser-Dämmstoffe und Dämmstoffplatten dämmen perfekt

Holzfaser-Dämmstoffe sind perfekte Alleskönner für den sommerlichen Hitzeschutz und bieten ausgezeichnete Kälte- und Lärmschutzeigenschaften. Zudem erfüllen sie hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Wohngesundheit.

Dämmplatten als ökologischer Dämmstoff
Dämmplatten und ökologische Dämmstoffe aus Holz in Neubau und Altbau

Einsatzbereiche und Vorteile von Dämmstoffplatten aus Holz:

  • Flexibel einsetzbare Wärmedämmung in Neubau und Altbau
  • im Holzrahmenbau und Holständerbau bevorzugter Wärmedämmstoff als Dämmplatten
  • Holzhäuser bieten mit Holzfaser-Dämmstoffen eine gesunde Gebäudehülle
  • Dämmplatten aus Holzfaser sind leicht zu verarbeiten
  • hautfreundlicher, angenehmer Dämmstoff
  • Exzellente Dämmeigenschaften im Winter und Sommer
  • Besonders diffusionsoffen für ein gesundes Raumklima
  • Klimaregulierend durch hohe Sorptionsfähigkeit
  • Trägt zu einem baubiologisch hervorragenden Raumklima bei
  • Ökologisch, umweltverträglich und recyclingfähig
  • Bauaufsichtlich zugelassener Wärmedämmstoff aus Holzfasern

Kälteschutz und Hitzeschutz
Die perfekten Wärmedämm-Eigenschaften von Holzfaser-Dämmstoffen und Dämmplatten sorgen für wohlig warme Räume im Winter.  Optimaler baulicher Wärmeschutz bietet dem Wohngebäude im Wand-, Decken- und Dachbereich den gewünschten Wärmeschutzmantel.

Die geringe Wärmeleitfähigkeit und das hohe Speichervermögen der Dämmplatten schützt zudem die Wohnräume im Sommer auch vor Überhitzung.  Die hohe spezifische Wärmespeicherkapazität von Holzfaser-Dämmstoffen, die mehr als doppelt so hoch ist wie bei der Mineralwolle, hält auch an den heißesten Sommertagen die Hitze außerhalb des Gebäudes.

Energie-Bonus-Bayern fördert energieeffiziente Bauvorhaben

Förderung Neubau EnergieBonusBayern
Förderung energieeffizienter Neubau Energiesystemhaus mit EnergieBonusBayern

Das 10.000-Häuser-Programm richtet sich an Eigentümer und Bauherren selbstgenutzter Ein- und Zweifamilienhäuser und gliedert sich in zwei Teile: den Programmteil Heizungstausch und das EnergieSystemHaus. Mit dem Programmteil Heizungstausch wird der Ersatz technologisch veralteter Heizsysteme – und das sind nach Schätzungen 70 Prozent – gefördert, sofern sie nicht entsprechend der Energieeinsparverordnung der gesetzlichen Austauschpflicht unterliegen. Je nach Modernisierungsgrad und -umfang beträgt der Bonus bis zu 2.000 Euro.

Der Programmteil EnergieSystemHaus wendet sich an Hauseigentümer, die ihre bestehende Immobilie energetisch auf den neuesten Stand bringen wollen bzw. Hausbauer, die einen energieeffizienten Neubau planen. Der gesamte Zuschuss kann sich bei ambitionierten Vorhaben auf bis zu 18.000 Euro summieren.

Voraussetzung ist eine Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als Effizienzhaus 115 bei Bestandsimmobilien bzw. als Effizienzhaus 55 beim Neubau. Zu beachten ist, dass bereits vor Antragstellung begonnene oder umgesetzte Maßnahmen nicht mehr förderfähig sind.

Das 10.000-Häuser-Programm ist am 15. September 2015 gestartet und läuft bis 2018. Anträge können elektronisch über die Internet-Plattform www.EnergieBonus.Bayern gestellt werden.

Dämmstoffe aus Holz – natürlich und preiswert

Nicht der Preis entscheidet bei der Auswahl der Dämmstoffe, sondern wichtig ist die Dämmwirkung und die Natürlichkeit der Dämmstoffe. Und hier kann der Baustoff Holz gut mithalten.

Bei gleicher bzw. höherer Dämmleistung ist ein Dämmstoff aus Holz seinen Preis Wert. Dass er sogar nachwachsend ist und uns quasi von der Natur geschenkt wird, ist unbezahlbar.

Vergleich: Preis pro Dämmwirkung

Warum man künstliche Dämmstoffe heute in dem Maße den natürlichen Dämmstoffen vorzieht ist nur auf den ersten Blick der günstigere Preis. Aber ein Materialpreis pro m³ oder m² sagt eigentlich nichts aus, es kommt ja auf die eingekaufte Dämmwirkung an. Richtiger ist ein Kostenvergleich: Kosten pro m² bezogen auf die Dämmwirkung bei gleichen Dämmfaktoren [W/mk] für alle Materialien. Hier wird schnell deutlich: die Naturmaterialien schneiden auch hier gut ab.

Holzfaserdämmstoffe sommerlicher Wärmeschutz
Holzfaserdämmstoffe schützen vor Hitze und Kälte

Bei Dach- oder Zwischensparrendämmung ist lose Zellulose statt Mineralwolle oder Kunststoff sogar kostengünstiger.

Kleiner Mehrpreis bei Fassadendämmung.

Bei der Fassadendämmung sind Holzfaserdämmplatten etwas teurer als Glaswolle oder EPS. Bei 100 m² Fassadenfläche (z. B. beim Einfamilienhaus) sind dies bei Dämmkosten von ca. 16.000 € (Glaswolle) oder 17.000 € (EPS) für Holzdämmstoffe Mehrkosten von <1.000-3.000 €. Dieser Mehrpreis beinhaltet aber auch deutlich mehr Verbraucherschutz und Klimaschutz. Hinzu kommt, dass man auf einen niedrigeren Wert kommt, wenn man bei der Planung Wand-Dämmung-Fassade als Einheit betrachtet.

 

 

CO2-Reduzierung durch Holzbau günstiger als im Massivbau

Holzbau ist in vier von fünf untersuchten Gebäudebeispielen gleich teuer oder günstiger als eine konventionelle Bauweise und spart dabei noch CO2 ein.

Bauen mit Holz gewinnt unter diesem Ergebnishorizont als Klimaschutzmaßnahme zu vergleichsweise geringen Kosten, noch mehr an Bedeutung. Der Architekt und Software-Entwickler Holger König stellte in einer öffentlich geförderten Studie die Baukosten und die CO2-Bilanz von fünf öffentlichen und privaten Holzgebäuden den Kosten gegenüber, die durch eine konventionelle Bauweise entstanden wären.

bessere CO2-Bilanz durch Holzbauweise
Energieeffizient bauen mit Holz verbessert die CO2-Bilanz

Ergebnis: vier von fünf Gebäuden in Holzbauweise kosteten weniger oder gleich viel im Vergleich zu einer Mauerwerksbauweise, so seine Untersuchungsergebnisse. Die CO2-Bilanz  Holzbauweise fiel deutlich besser aus. Zwei der Holzgebäude erreichten in der Herstellung sogar eine negative CO2-Bilanz.

Architekt Holger König modellierte die Gebäude auf demselben energetischen Level, mit gleicher Fläche und gleichem Volumen nach und ersetzte die Holzbauteile durch konventionelle Materialien. Tragkonstruktionen, Bodendecke, Keller, Decken und Flachdächer wurden in Stahlbeton eingesetzt. Für die Dämmung wählte König Mineralwolle oder Polystyrol. Fensterrahmen waren aus Kunststoff oder Aluminium. Anschließend betrachtete er mit Hilfe einer Bausoftware die Herstellkosten, setzte sie zu den CO2-Einsparungen in Beziehung und kam so auf die sogenannten „CO2-Vermeidungskosten der Holzbauweise.“

Weitere Erkenntnis der Studie: Sind die CO2-Einsparungen negativ, hat der Bauherr durch den Holzbau im Vergleich zum Standardbau Geld gespart und das Klima geschont.

Holzbau und Holzfaser-Dämmstoffe

Welche Bauart verfügt einerseits über eine nachwachsenden und ökologischen Baustoff, der gleichzeitig auch als Dämmstoff verwendet werden kann? Antwort: der moderne Holzbau.

Wald rediziert das CO2
Wald und Holz reduziert CO2 für den Mensch

Der Wald entzieht der Atmosphäre Kohlendioxid, durch den Vorgang der Photosynthese. Im Baum wird das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) chemisch umgewandelt. Der Kohlenstoff (C) wird in Form von Zucker im Holz gespeichert, welches die Lebensgrundlage des Baumes ist. Der Sauerstoff (O2) geht als Lebensgrundlage für den Menschen in die Atmosphäre. Dieser wird dadurch das Treibhausgas CO2 entzogen. Nutzt man das Holz für Produkte (Häuser, Brücken, Möbel usw.), bleibt der Effekt der CO2-Reduzierung erhalten.

Holz als Rohstoff und Ausgangsmaterial zum Bauen und Sanieren:

  • Brettschichtholz, Brettsperrholz,
  • Mehrschichtplatten, Tischlerplatten,
  • Furniersperrholz, Furnierschichtholz,
  • Spanplatten, OSB-Platten,
  • Faserplatten (hart, mittel, weich),
  • Faserdämmplatten, Holzwolle-Leichtbauplatten
  • Holzfaser-Dämmstoffe

 

Holzfaserdämmung schützt vor sommerlicher Hitze

Ob Altbausanierung oder im neuen Fertighaus aus Holz, die Holzfaser-Dämmung bietet einen effizienten Schutz vor Wärmeverlusten innerhalb des Hauses.

Eine weitere Besonderheit von Holzfaserdämmung ist jedoch auch ihre Schutzschildfunktion gegenüber Hitze. Die Holzfaser-Dämmung arbeitet wie ein Pufferspeicher, der die sommerliche Hitze speichert und das Eindringen der Wärme verlangsamt.

Holzfaserdämmstoffe sommerlicher Wärmeschutz
Holzfaserdämmstoffe schützen vor Hitze und Kälte

Bei guter Ausführung der Dämmung mit Holzfasern hält der Baustoff die Wärme so lange gespeichert, bis die Hitze des Tages abgeklungen ist, keine weitere Aufheizung mehr erfolgt und die darunter liegenden Räume angenehm klimatisiert bleiben.

Die Holzfaser bietet zudem den Vorteil  mit ihrer Offenporigkeit, die  einer etwaigen Bildung von Kontensaten entgegenwirkt und damit ein angenehmes und gesundes Raumklima gewährleistet. Die Verarbeitung der Dämmung aus Holzfasern gestaltet sich sehr einfach, da die Plattenwerkstoffe sehr effizient zu handhaben sind.

Holzfaser – ein natürlicher Dämmstoff

Holzfaser ist ein Natur-Dämmstoff der sehr häufig bei der Wärmedämmung eingesetzt wird. Häuser die nachträglich damit  gedämmt werden, sparen künftig entscheidend Energiekosten ein.

Holzfaser-Dämmstoffe gibt es in verschiedenen Stärken in Plattenform, die oft auch als Holzweichfaserplatten bezeichnet werden. Für die Hohlraumdämmung ist die Holzfaser lose als Schüttung zu verarbeiten.

Anwendungsgebiete von Holzfaser-Dämmstoffen sind:

  • Holzfaser-Einblasdämmung für Hohlräume
  • Fußbodendämmung
  • Dämmsystem für Installationsebenen
  • Trittschall-Dämmung
  • Holzfaser-Dämmplatte für Sanierungen
  • Wärmedämmverbundsystem
  • klemmfähige Gefachdämmung
  • Dämmung oberste Geschoßdecke